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freie Texte
Ein paar Schlüsse (von Prosatexten aus einem Band in Arbeit)
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| I. |
... Als er einen kurzen Blick auf die Sitzfläche des Sofas warf, bemerkte er, dass ihrer beider Speichel von vor elf Stunden einen unregelmäßigen dunklen Kreis hinterlassen hatte. Sie nahm seine Hand von ihrem Hintern: Ich bin keine Kuh, die man tätschelt, gute Muh, alte, gute Muh. – Lass mich, schrie er und raste in die Küche, drehte den Wasserhahn auf, befeuchtete einen Lappen, kam zurück, suchte seine Brille, fand sie, setzte sie auf und begann zu reiben, wie von Sinnen auf dem frisch bezogenen Sofa herum zu reiben. Sie zog sich an. Hob die Hand, grüßte seinen Rücken, sagte, wir haben noch eine Stunde, er winkte ab, mit der Hand, die nicht den Fleck bearbeitete, winkte ab und scheuchte sie fort. An der Gartentür sah sie sich um. Ein schöner Platz für eine Hundehütte wäre hier, neben den Malven, am Zaun.
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| II. |
...
Michael steht wieder bei seinem Freund Karl und grinst entgeistert, die Pupillen in Wilhelms Augen sind dünn wie Nadelstiche, sein Gesicht ist bleich, fast blau, die Züge regungslos. „Dieses Haus war nie etwas anderes als der verlängerte Leib des Patriarchen. Ich habe einen Verbrecher gedeckt.“
Agnes nimmt ihren Zauberhut ab. Sie hält ihn eine Weile an der Spitze und lässt ihn schließlich los. Er fällt genau auf das Loch, in dem vor wenigen Sekunden ihre mit Haaren dicht bewachsene Schädeldecke gesteckt hat. Als der Hut aufkommt, klingt es, als spränge ein Korken aus einer Champagnerflasche. |
| III. |
... Kurz bevor sich ihre Augen trafen, drückte sich Georg. Er rutschte auf dem Treppenabsatz ganz nach vorn und ließ sich fallen. Sein Körper polterte die Treppen hinunter, Arme, Oberkörper, Hintern, Knie, Knöchel, alles fiel ungeordnet die Treppen herunter, es krachte ziemlich für eine vollgeschissene Menschenhaut. Auf dem nächsten Absatz angekommen, raffte sich Georg auf und rutschte weiter vor, bis er sich wieder fallen lassen konnte. Irgendwann blieb er unten im Hausflur liegen.
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